Sound

(Auswahl)

Neben verschiedenen Alben und EPs (“Was bleibt” (2011), “Unerforscht” (2013), “pour:celan” (2016)) produzierte Jonas Bolle Musik für Performances und Theaterstücke am Staatstheater Stuttgart, Staatstheater Mainz, JES Stuttgart, Stadttheater Regensburg, WLB Esslingen, Theater Rampe Stuttgart, Lokstoff – Theater im öffentlichen Raum und dem Citizen.KANE.Kollektiv.
Ausserdem entstanden Audio Walks, Hörspiele, Soundinstallationen und Filmmusiken. Für zahlreiche Performances und Stücke steht er auch als Livemusiker auf der Bühne.

ROT @White Noise, Stuttgart

«ROT» kommuniziert die neuen Parameter einer Liebesbeziehung: Die Beziehung zwischen Einsamkeit der Liebenden. Der damit verbundenen Narzissmus und die stete Spiegelung im digitalen Raum, sollen erlebbar gemacht werden. Die drei Performer schöpfen dabei aus ihrem persönlich-gezeichneten Gefühls- und Verhaltensrepertoire an Körpern, Sound und Video.

W3NN D4NN

Das Citizen.KANE.Kollektiv stellt gemeinsam mit dem Publikum Fragen nach gegenwärtigen und zukünftigen Formen der Kommunikation. Was sind Chancen und Gefahren der Zusammenarbeit, des Zusammenlebens? Wie bleiben wir in Verbindung? Und wie verändern sich im postdigitalen Zeitalter unsere zwischenmenschlichen Beziehungen? Drei Orte, drei Ebenen, drei Dimensionen.


st. maria, experimentelles Hörspiel

 

GIRLS BOYS LOVE CASH @JES Stuttgart


Das ist mein Körper. Ich kann damit machen was ich will. Das ist dein Geld. Ich will es haben. Geld ist Macht, Zeit, Luxus. Aber wie komme ich an Geld, wenn ich nichts anzubieten habe? Was, wenn mein Körper zur Ware wird und meine Jugend zum Kapital? Was wärst du bereit zu tun? Wie weit würdest du gehen? Wo sind deine Grenzen?

Bubbles @JES Stuttgart


Ein leerer Raum. Alles ist hell und weiß. 11 Jugendliche erwachen und können sich an nichts erinnern. Wie sind sie hier gelandet, wer sind die anderen und vor allem: wie kommt man hier wieder raus? Schnell stellt sich heraus, dass nicht alle dieselbe Sprache sprechen. Und trotzdem müssen sie einen Weg finden, um die Situation gemeinsam zu meistern.

Was passiert, wenn gehörlose, schwerhörige und hörende Jugendliche aufeinandertreffen? Spieler*innen im Alter von 12-19 Jahren haben sich diesem Versuch ausgesetzt und mit Bass, Bällen und Gebärden gemeinsam ein Stück entwickelt.

 

Scream @JES Stuttgart


Wer am Lautesten schreit, hat zwar noch lange nicht Recht, doch gehört wird er allemal. So sind in der Politik wieder diejenigen laut geworden, die sich gegenseitig übertrumpfen mit ihren Provokationen und der Verknappung und Emotionalisierung von Inhalten. Wenn es um öffentliche Aufmerksamkeit geht, scheint jedes Mittel recht. Angst wird geschürt, um politische Kräfte zu mobilisieren. Das Verständnis von Wahrheit scheint weniger von Fakten, als von Meinungen, Gefühlen und den 280 Zeichen eines Tweets abzuhängen. Der Ton wird härter. Die Sprache lässt das strenge Bemühen um politische Korrektheit hinter sich, zugunsten einer Haltung des Das-wird-man-ja-wohl-noch-sagen-Dürfens. Dabei sind die Rollen im populistischen Weltbild klar verteilt: WIR sind die Guten, die ANDEREN unsere Feinde!